Die Last der Freiheit 


Junge Leute in nicht unerheblicher Zahl fühlen sich zum Islamismus hingezogen. Nach Presseberichten kämpfen mehrere hundert Freiwillige aus Deutschland beim IS in Syrien. Insgesamt sollen bis zu 15.000 ausländische Kämpfer in die Kriegsgebiete gereist sein. Man fragt sich, wie so etwas geschehen kann. Was treibt die jungen Männer und Frauen in die Arme von Leuten, deren primitive Weltsicht und deren barbarisches Handeln so abstoßend sind? Continue reading

Auf dem Hochseil

Als ich jünger war dachte ich, dass doch irgendwann einmal ein Punkt erreicht sei, von dem ab die Entwicklung der Menschheit nur noch aufwärts gehen könne. Sozusagen ein Niveau, das nie wieder unterschritten würde. Ja ja, die Naivität der jungen Leute. Es steckt in diesem Denken eine heimliche Sehnsucht nach der Idylle, die romantische Vorstellung von einem Paradies. Continue reading

Die zwei Seiten des Netzes

Manche Kommentatoren sind der Meinung, das Ausspionieren von Botschaften der Europäischen Union durch die USA sei nur die Spitze eines Eisbergs. Das sind natürlich Vermutungen. Aber man ist geneigt, sie für möglich zu halten.

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Wildgewordenes Internet

Ich bin ja schon, wie meine Tochter Rebecca sagt, ein älterer Herr. Und dennoch habe ich es nicht verlernt, mich zu wundern. Momentan wundere ich mich darüber, was mit dem Internet geschieht. Ganz früher mal, war das Internet eine Verheißung von Freiheit und Demokratie. Ist schon länger her.

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Die Macht des Glaubens

Wenn ich an das Mittelalter denke, kommt sogleich das Attribut „finster“ hinterher. Das finstere Mittelalter ist ein fester Begriff. Das damalige Wissen, speziell in Europa, war dünn. Das Feudalsystem, geprägt von Egoismus und Kurzsichtigkeit verhinderte eine positive Entwicklung. Die Kirche sah sich nicht als Lichtbringer, sondern agierte als gnadenlose Verfolgerin abweichender Meinungen. Ich stelle mir das Mittelalter so vor, wie es von Monty Python in Filmen wie „Die Ritter der Kokosnuss“oder „Jabberwocky“ gezeigt wird. Ich sehe zerlumpte Menschen vor mir, die – sich selbst geißelnd – durch unbefestigte Straßen trotten, vorbei an windschiefen Fachwerkhäusern.

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