Tirade

Angesichts des um sich greifenden Shoppingwahns halte ich unsere Gesellschaft für komplett verwirrt. Laut eine Studie der Universität Stuttgart wirft jeder Mensch im Jahr durchschnittlich 81,6 Kilo Lebensmittel weg. Ca. 40 Prozent der Kleider, die wir in Deutschland in den Schränken haben, werden nie angezogen, sagt Greenpeace. Und wie viele der Bohrmaschinen, Akkuschrauber und sonstigen Werkzeuge, die unter dem Weihnachtsbaum liegen, werden in den Kelleregalen der Möchtegernheimwerker ungenutzt verstauben?

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Und Flickr…

Dass ich mein Blog in der letzten Zeit so stiefmütterlich behandle, liegt auch daran, dass ich mehr mit der Kamera mache. Seit ich die kleine OMD-EM5 habe, ist es ganz arg geworden. Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte, lautet ein altes Sprichwort. Und wenn man das mal umrechnet, habe ich in den letzten Monaten etliche Bücher geschrieben… Continue reading

Dirndl und Lederhosen

Heute Abend war ich mit meiner Frau auf dem Pforzheimer Oechslefest.  Der Pforzheimer Goldschmied Christian Ferdinand Oechsle hat etwa 1830 ein Instrument entwickelt, mit dem man das Mostgewicht präzise feststellen kann. Deshalb wird bis heute die Qualität des Traubenmostes in Grad Oechsle gemessen. Und zu Ehren dieses findigen Mannes, und zum Wohle der örtlichen Gastronomie und der umliegenden Weingüter, wird seit 1986 dieses Fest abgehalten. Der Rathausplatz ist dann immer für zwei Wochen fest in der Hand der Gastronomie.

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Ob ich mir einen E-Book-Reader kaufen soll

Na ja, schön bequem ist es ja. Aber irgendwie ist es auch ein Beschiss. Ich zahle nicht für das Buch, ich zahle fürs Lesen. Ich habe eine begrenzte Lizenz gekauft, keinen Gegenstand. Das DRM (Management digitaler Rechte) ist eine komplexe Geschichte. Und nein, man kann die gekauften Bücher nicht einfach verleihen oder auf dem Flohmarkt verkaufen (oder bei Ebay).

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Meine nationale Identität

Es fällt mir schwer, die richtigen Worte für mein Anliegen zu finden. Wir Deutschen haben ein massives Problem mit unserer nationalen Identität. Für meine Generation gehört es gewissermaßen zum guten Ton, sich dafür zu schämen, Deutscher zu sein. Ich denke, das ist normal in einem Land, in dem nationale Gefühle so missbraucht wurden. Die folgenden Zeilen sind mein Beitrag zum Tag der Deutschen Einheit.

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Meine Heimat

Geboren bin ich in der saarländischen Kleinstadt Bexbach; meine Mutter brachte mich in ihrem Ehebett zur Welt. Das Schlafzimmer lag über der großen Schankstube der Gastwirtschaft „Pfälzer Hof“, den sie und ihre Familie bewirtschafteten. Im Alter von 3 Jahren kam ich zu meinen Großeltern mütterlicherseits nach Völklingen-Geislautern. Dort lebte ich bis zum Besuch der ersten Schulklasse. An der Hand des Großvaters – eines früh pensionierten Justizbeamten und leidenschaftlichen Spaziergängers – durchwanderte ich eine Welt voller Wunder. Von meinem Großvater lernte ich die tiefe Liebe zu Natur, Literatur und Kunst.

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„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“

Unsere Staatsform ist die Demokratie. Laut Artikel 20 Grundgesetz geht alle Staatsgewalt vom Volke aus. Das Volk selbst ist der Souverän. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es so aus, dass einer der wenigen hoheitlichen Akte des Souveräns die Wahlen sind.  Damit legitimiert er seine Vertreter in seinem Sinne zu handeln. Was danach geschieht entzieht sich weitgehend dem Einfluss und der Kontrolle des Souveräns.

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Manchmal…

… mach ich mir so meine Gedanken. Über das Leben und so. Weil es eben doch so endlich ist – ich meine meines und das jedes einzelnen Menschen. Na ja, vielleicht gibt es Ausnahmen, aber das ist doch eher unwahrscheinlich. Und noch unwahrscheinlicher ist, selbst so eine Ausnahme zu sein.

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